Rückblick auf das 3. Berlin-Brandenburger Seminar der Wissenschaftsglasbläser


Am 20. 10. 2006 fand das nun 3. Seminar der Berlin-Brandenburger Wissenschaftsglasbläser an der TU Berlin statt.
Der Dekan der Naturwissenschaftlichen Fakultät der TU Berlin, Professor Ch. Thomsen, begrüßte die Teilnehmer in der TU Berlin und betonte,
dass solche Seminare sicherstellen, die notwendige Fortentwicklung in der Forschung zu gewährleisten.
Er bezeichnete dieses 3. Seminar freundlicherweise als eine inzwischen etablierte Veranstaltung.

Nachdem ich über das Europäische Symposium 2007 berichtet hatte, stellte Frau Prof. Dr. Preuss ihre Stiftung Glasbrücke Berlin vor
und teilte allen Teilnehmern mit, dass an diesem Vormittag alle Unterlagen eingegangen sind um sagen zu können,
dass die Stiftung Glasbrücke Berlin nun gegründet ist. Der Glaskünstler Werner Kothe, der die Glashütte Annenwalde betreibt,
wird diese Stiftung im Vorstand aktiv unterstützen. Wir wünschen für dieses Vorhaben eine glückliche Hand und viel Erfolg.

Die Abschlussarbeit von Dana Beithe, der kurze Film "Schönheit des Glases", konnte zum erstenmal öffentlich vorgeführt werden.
Hauptdarsteller ist unser VDG-Mitglied Wiebke Matthes. Man kann sagen, dass es sehr gut gelungen ist,
in 3 1/2 Minuten die Besonderheit der Glasbearbeitung darzustellen.

Danach berichtete Frau Kirste von der TUB Arbeitssicherheit über den Umgang mit Lösemitteln in Werkstätten
und im Speziellen über die lebensbedrohlichen Gefahren im Umgang mit Flusssäure.
Hier wurde deutlich gemacht, dass nach Verätzungen besondere Maßnahmen nötig sind, um Gesundheit und Leben zu schützen.

Den Vorgang des Thermodiffusionsbondens am Beispiel von Hellma - Küvetten konnte ich durch Unterstützung von der Firma Hellma GmbH darstellen.

Ein besonderer Höhepunkt war der Vortrag von Herrn Professor Dr. Hoffmann von der TU Berlin über Anwendungsbeispiele von technischen Gläsern.
Hier wurde hervorragend erläutert, dass über Glasfasern sehr hohe Leistungen transportiert werden können, dargestellt am Beispiel der Schweisstechnik.
Es gingen auch verschiedene Muster von gläsernen Verbundstoffen durch die Reihen, die durch ihren Aufbau besonders hohe Festigkeiten aufweisen.
Für diesen Vortrag nochmals einen besonderen Dank an Herrn Professor Hoffmann.

Es war wie immer nahezu der gesamte Bereich der Kollegen, die in wissenschaftlichen Einrichtungen Berlin und Potsdam tätig sind, präsent.
Hier fand natürlich wie jedesmal ein reger Gedankenaustausch in guter Atmosphäre statt.

Das nächste Treffen im Oktober 2007 nimmt bereits jetzt schon gewisse Formen an.
Unser VDG-Kollege, Thomas Wendler, hat einen Vortrag über die Neon-Glasbläserei zugesagt.
Ferner liegt mir die Zusage für einen Vortrag von dem anerkannten Naturwissenschaftshistoriker, Dr. Jost Lemmerich, vor.
Wenn die Termine sich koordinieren lassen, verspricht das 4. Treffen in Berlin jetzt schon interessante Inhalte.


Norbert Zielinski
VDG-Vizepräsident

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