Rückblick 9. Berlin-Brandenburger Seminar der Wissenschaftsglasbläser 01.11.2013
Nachdem Herr Prof. Dr. Thomsen, Dekan der Fak.II , TU Berlin, die Teilnehmer besonders freundlich begrüßt hat, startete
Herr Prof. Dr. M. Kraft mit seinem Vortrag: Das Fachgebiet Medizintechnik ist nicht auf Technologien einer bestimmten Spezifik oder Skalierung limitiert - jede technische Neuentwicklung, die sich in der Heilkunde anwenden lässt, hat das Potenzial Medizintechnik zu werden. In diesem Vortrag referierte er über die ökonomischen Aspekte der Medizintechnik und sprach über die Vielfalt sowie die besonderen Anforderungen der Werkstoffe, die im medizinischen Bereich eingesetzt werden.
Es folgte der Vortrag von Herrn Jan Frederik Totz ( TU Berlin, Theoretische Physik, AG Engel) über "Nichtlineare Erregungswellen verursachen Herzrhythmusstörungen", der sich mit dem Thema der Wellenausbreitung im biologischen System befasste. Der Hintergrund ist, mehr Erkenntnisse über z. B. Herzinfarkte zu bekommen. Er stellte dar, dass nach dem Experimentieren mit verschiedenen Trägermaterialien der gläserne Probenträger und die dazugehörige handgezogene gläserne Störstelle am besten geeignet war.
Herr Dr. M. Kilo, Fraunhofer Institut Würzburg, stellte in seinem Vortrag dar, wie unverzichtbar Glas und keramische Gläser in der medizinischen Prothetik und Anwendung ist. Er konnte in hervorragender Weise das breite Spektrum seiner Arbeitsgruppe in Würzburg vorstellen.
Die Okularisten N. Weiss und J. Schmidt präsentierten in ihrem Vortrag „Glas als Orbitaimplantat – eine alte Idee im neuen Glanz“ nicht nur die Herstellung eines bekannten gläsernen Ersatzauges, sie stellten auch dar, dass das immer noch z. Zt. der hochwertigste Ersatz ist. Direkt bei der Augapfelentfernung wird ein Orbitaimplantat in das Auge eingesetzt. Hier wendet Herr N. Weiss ein hervorragend angepasstes Implantat an um den Erhalt der Form der Augenhöhle sicher zu stellen. Nur dadurch ist es möglich, einen prothetischen Ersatz von hoher Qualität dem Patienten nach der Ausheilung zur Verfügung zu stellen.
 
Mit ca. 50 Teilnehmern war diese Veranstaltung gut besucht. Für 2014 wird ein neues, interessantes Thema die Teilnehmer erfreuen. 
 
Norbert Zielinski 
 
zurück ↵