Rückblick auf das 10. Berlin-Brandenburger Seminar

der Wissenschaftsglasbläser am 21.11.2014

 
 
Das 10. Berlin-Brandenburger Seminar fand dieses Mal in den Räumen der Festkörperphysik an der TU Berlin statt. Dort wurden wir durch den Akademischen Direktor des Instituts für Festkörperphysik, Prof. Dr. A. Hoffmann, herzlich begrüßt. In seiner Ansprache hat er in besonderer Form hervorgehoben, dass die Glasbearbeitung aus dem physikalischen und wissenschaftlichen Alltag nicht wegzudenken ist.
 
Anschließend sprach Herr Klaus Schmitz, Justiziar und Referatsleiter des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, Berlin, über das Gutachterwesen im Handwerk und erwähnte die Vorstellung der EU-Kommission, die in Deutschland etablierte Ausbildungskultur gefährden könnte. Zuständig für: Justiziariat, Handwerksordnung, Satzungsfragen, Beitragsfragen, Zivil- und Zivilprozessrecht, Allgemeine Geschäftsbedingungen, Sachverständigenwesen, Schieds- und Schlichtungswesen.
 
Der 1 . Vorsitzende des VDG, Norbert Zielinski, gab den Anwesenden einen Überblick über das Fortbildungsseminar 2014 in Weilburg.
 
Frau Dipl. Kristallographin Kathrin Schatke konnten wir aus dem Institut für Festkörperphysik für den Fachvortrag „Der Einsatz von Quarzglas bei der Metall-organischen Gasphasenepitaxie“ gewinnen. Die Arbeiten im Institut für Festkörperphysik erstrecken sich von Untersuchungen zum Wachstum von Nanostrukturen über experimentelle und theoretische Grundlagenforschung bis hin zur Entwicklung unterschiedlichster neuartiger photonischer Bauelemente und deren Charakterisierung. Zur Verfügung stehen modernste Epitaxieanlagen, hoch orts- und zeitaufgelöste optische und elektrische Charakterisierungstechniken, Reinsträume bis Klasse 10 mit Prozessierungstechnologien nach Industriestandards und unterschiedlichste Messplätze zur Charakterisierung photonischer und elektronischer Bauelemente.
 
 
Frau Kathrin Schatke erläuterte den physikalischen Laien die Prozesse in einer Metallorganischen Gasphasenepitaxie-Anlage. Das Herzstück, der „Reaktor“ einer solchen Epitaxieanlage, besteht hierbei aus Quarzglas. Eine komplette Quarzglasausstattung eines Reaktors liegt in der Größenordnung eines kleinen Neuwagens. Darüber hinaus beschrieb sie die Reinigungsprozeduren der Quarzglasbauteile mit aggressiven Medien wie Königswasser. Im Anschluss fand eine Laborführung zu der in Betrieb befindlichen Aixtron - Anlage statt.
 
Der stellv. Vorsitzende des VDG, Cliff Janiszewski, gab eine Vorschau auf die VDG-Veranstaltung 2015 in Fulda. Dort wird es auch wieder ein interessantes, kulturelles Alternativprogramm für Begleitpersonen geben. Weiterhin zeigte er eine Vorausschau auf die Seminarmöglichkeiten für das Jahr 2016 auf. Wie üblich fand in dem kleinen Kreis ein reger Gedanken- und Erfahrungsaustausch statt.
 
Text: N. Zielinski, Fotos: Tom Norberg, Bild Reaktor: TU Berlin
 
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