Kleines Teil, große Wirkung

Ein Schliffstopfen zum Selberbauen

Es gibt Dinge die man nicht zwingend braucht. Doch manchmal kommt es vor, dass man plötzlich nicht mehr weiß wie man jemals ohne so ein Ding ausgekommen ist. Womit machen Sie einen Glashahn während der Heißverarbeitung dicht? Wahrscheinlich haben die Glasapparatebauer dieser Welt dazu eine Vielzahl an Lösungen parat. Ich habe mir meine optimale Lösung gebaut. Einen Schliffstopfen der mir in der Anwendung sehr viel Freude bereitet und denn ich ihnen nicht vorenthalten will.
Das Problem
Einen Einweghahn zu verschließen ist ja kein Problem. Man nimmt einen Schliffstopfen, ein Hahnküken und sonst was mit etwas Graphitpapier dazwischen. Will man allerdings während der Heißverarbeitung noch durch den Hahn blasen wird es ein wenig komplizierter. Die scheinbar praktischste Lösung sind Keramikstopfen mit Loch. Doch diese haben den Nachteil, dass sie sich bei Wärmeeinfluss stärker ausdehnen wie Boro 3.3. Das geringste Problem ist noch ein festsitzender Stopfen. Muss man mit der Flamme nah am Hahn arbeiten kann auch vorkommen das dieser vom Keramikstopfen gesprengt wird. Weiter hin habe ich in meiner Laufbahn als Glasapparatebauer schon einiges in Hahnhülsen gestopft was noch weniger befriedigend war.
Die Lösung
Einem perfekten Schliffstopfen für Heißbearbeitung zu haben ist für jeden Glasapparatebauer kein Problem. Jeder kann ihn sich leicht bauen. In der Bildpräsentation sehen wie bei mir aus einem Langschliff Kern der optimale Schliffstopfen wird.
Animierte Anleitung Teil 1
Animierte Anleitung Teil 2