Anekdoten


 

Diese kleinen Begebenheiten sollte man nicht zu "ernst" nehmen

 
1976   RAFFGIER
Während der 5.Jahreshauptversammlung in Hadamar wurde in der Mitgliederversammlung der Vorstand neu gewählt. Da bisher alle entstandenen Kosten der Arbeit im Vorstand von dessen Mitgliedern aus eigener Tasche bezahlt wurden, hatte die Versammlung den Vorstand ermächtigt, eine Spesenordnung auszuarbeiten.
 
Eine geplante Spesenordnung für den Vorstand war für ein Gründungsmitglied aus Wertheim Anlass protestierend aus dem VDG auszutreten. Spesen für den Vorstand? Wo gibt´s denn sowas?
 
1978   Obdachlos
Am Vorabend der 7.VDG-Tagung, oder besser in der Nacht davor, fuhr nach einem ausgiebigen gemütlichen Beisammensein in Hadamar unser Kollege Karl-Heinz Gauer zu seinem Hotel im benachbarten Elz. Dort musste er feststellen, dass er seinen Hotelschlüssel vergessen hatte. Es blieb ihm nichts anderes übrig , als den Rest der Nacht in seinem Auto zu verbringen. Nach zwei Stunden, um 6:30 Uhr, öffnete die Putzfrau die Hoteltür und ließ ihn ein. Noch im Vorraum kam ihm der Kollege Lindner die Treppe hinunter entgegen, sieht ihn stehen und bemerkt auch noch etwas verschlafen: "Och, sinn mir beeden die Eerschten?"
 
1979   Ämter und Würden
Noch auf Anregung unseres vorangegangenen Kassierers, unseres Verwalters der nicht vorhandenen Gelder, der gern "Schatzmeister"geworden wäre, sollte auch ein "Präsident" und ein "Vizepräsident" die Geschicke unserer Vereinigung leiten. Eine Änderung wurde aber nicht vorgenommen. Vielleicht hätten wir heute bei so vielen Mitgliedern einen feudalen Vorstand und bei der Seminarbetreuung einen "Maitre de Plaisir"?
 
1982   Geladene Gäste
Zwei Kollegen aus dem benachbarten Ausland hatten sich allzu wörtlich als Gäste des VDG betrachtet. Im Nachhinein mussten wir die auch als solche betrachten und zahlen. Sie hatten sich schriftlich und sehr höflich für die freundliche Aufnahme bedankt.
 
1983   Lockere Sitten
In der Vorstandssitzung am 6. August 1983 wird beschlossen, in den Anmeldeformularen zum Fortbildungsseminar bei Doppelzimmern den Zusatz "nur für Ehepaare" zu streichen!
 
1986   Die Bürde der Verantwortung
Für das Internationale Glasbläser-Symposium musste beim Abschluss des Vertrages für die Nutzung der Meistersingerhalle in Nürnberg eine Bürgschaft geleistet werden, welche entstandene Kosten bei einem Scheitern der Tagung decken würde. Der damalige Vorsitzende des VDG, Karl-Heinz Gauer, haftete durch seine Unterschrift mit seinem Privatvermögen für 20.000,00 DM.
 
1989   Geizkragen
Dass unser Kassierer, Erhard Göhlich, die Kasse nur ungern aufmachte, zeigte die Tatsache, dass er den Kassenschlüssel zu Hause liegen ließ. So musste schließlich die Kasse, zur Wahrnehmung der Geschäfte, gewaltsam geöffnet werden.
 
1995   Die große Trockenheit
Voraussetzung für das Fortbildungsseminar in Ilmenau war die Fertigstellung des neuen Hotels "Zur Tanne". Der Tag der Einweihung war auch der Anreisetag für das Fortbildungsseminar, und das Hotel war voll belegt. Wie das so bei Premieren ist, es geht irgendetwas schief. Wer bis dahin noch nicht ausprobieren konnte, wie wenig Wasser man für die morgendliche Wäsche braucht, konnte es unter Umständen mit lediglich einem Zahnputzbecher voll tun. Auch die kosmetischen Vorbereitungen für das Festbankett waren nur mit kaltem Wasser möglich. Sicher glättete sich dabei so manche Hautpartie. Ein Glas Sekt, gesponsert vom Hotelbesitzer, galt als kleine Entschädigung. Die Tagung insgesamt war dann aber nicht so trocken!
 
2007   Der heilige Gral
Zum Abschluss des Bankettdinners übernahm Ian Pearson , Vorsitzender des BSSG, das Amt des Auktionators der Charity-Auktion. Zuvor standen die Norweger John und Arne vor dem Tisch mit den zahlreichen Gläsern. Jeder war aufgerufen ein Glas für den guten Zweck beizusteuern. Außerdem lockten ja auch Preise für prämierte Gläser. Neben den drei besten Trinkgläsern gab es auch den "Pudelpreis" für den albernsten Beitrag zu ergattern. Trinkgläser waren das Thema, und wie es der Zufall so wollte, hatten Arne und John gerade ein Bier in der Hand. Kurzerhand steuerten die beiden ein Bierglas zur Auktion bei. So kam was kommen musste. Ein benutztes 0,2l Heineken-Bierglas bekam am Bankettabend den Pudelpreis in Form eines kleinen blauen Teddybären verliehen. Das eigentlich Bemerkenswerte an der Geschichte war die Auktion, denn John und Arne lieferten sich ein heißes Gebotegefecht um das Glas, für das letztendlich ein stolzer Preis von 60 EURO erzielt wurde.